WERFTART Kunstvermittlung, Düsseldorf, Dirk Balke

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Vergangene Ausstellung

Galerie ART-ECK Solingen

zeigte vom 23. Mai bis 14. Juli 2013

Arbeiten von

Eberhard Schlotter
*1921 in Hildesheim /gest. 8.9.2014 Altea/Spanien  

Vernissage 
Donnerstag 23. Mai 19 Uhr

Es sprach der Enkel des Künstlers
Martin Schorlemmer 

Galerie ART-ECK 
Solingen Gräfrath, 
Küllersberg 1

jeden Fr. 14 - 19 Uhr
Sa. den 2. und So. den 3. März 
11 - 15 Uhr 
und nach Vereinbarung

 

Eberhard Schlotter

*1921 in Hildesheim 
gest.8.9.2014 in Altea/Spanien.

1939 - 1941 Studium an der Akademie der
Bildenden Künste München.
1941 nahm er als jüngster Künstler an der 
Gossen Deutschen Kunstausstellung in
München teil.
Seine Werke erregte Missfallen bei den
Nationalsozialisten. Gauleiter Hartmann Lauterbach
erklärte das "Selbstbildnis mit Zigarette" von 1941
als entartete Kunst.  
Obwohl Eberhard Schlotter als Student vom 
Wehrdienst befreit war, bekam er im selben Jahr 
den Gestellungsbefehl und wurde danach als 
Frontkämpfer nach Russland eingezogen. 
1944 wurde er schwer verwundet und geriet Ende
des Krieges in amerikanische Kriegsgefangenschaft.

 

In der Nachkriegszeit gehörte Eberhard Schlotter
zu den führenden Künstlern im Bereich
„Kunst am Bau“.

1955 - 1957 Erster Vorsitzender der Darmstädter 
Sezession.

1956 reiste die Familie Schlotter nach Spanien,
wo sie in Altea (Alicante) ein Bauernhaus kauften,
in das sie1957 zeitweilig umzogen.

1963 radierter Zyklus zu Arno Schmidts Satiere
"Tina oder über die Unsteblichkeit"
Eberhard Schlotter war bis zum Tod des Schrift-
stellers 1979 mit Ihm befreundet und erarbeitete
im Laufe dieser Jahre zahlreiche Porträts von 
Arno Schmidt.

Von 1980 - 1986 war Eberhard Schlotter Professor
an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

Seit 1982 ist er Mitglied der Real Academia de Bellas
Artes de San Fernando, Madrid.
1986 übernahm er eine Gastprofessur an der
Universidad de los Andes, Bogota.

2011, zu seinem 90 Geburtstag erschien ein
Feuilleton in der FAZ von Tilman Spreckelsen.

Auszug:  

"Wo es angebracht ist, klebt Sand auf der Leinwand,
die Felsen offenbaren Rillen und Spalten, und wenn
es so etwas wie einen Altersstil gibt, den ein Künstler
entwickelt, der nichts mehr beweisen muss und
keine Zeit für Halbgares hat, dann wird man ihn hier
finden, in diesen kräftigen Bildern, die den Verfall
des Anorganischen so zärtlich und wach abbilden,
als handele es sich bei Mauern und Gips, bei
Felswänden und Bodenplatten um lebendige Wesen."